30.01.2013

UNICEF SCHWEIZ UND ANNE FRANK FONDS GEHEN WELTWEITE PARTNERSCHAFT EIN

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UNICEF Schweiz und der Anne Frank Fonds Basel, der 2013 sein 50-jähiges Bestehen feiert, gehen eine langfristige Partnerschaft für eine weltweite, programmatische Zusammenarbeit ein. Im Vordergrund werden Bildungsprogramme sowie Aufklärungsarbeit über die Kinderrechte stehen.

Der Anne Frank Fonds engagiert sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern, für Bildung  und für die Linderung von Not. Durch eine weltweite Kooperation mit UNICEF Schweiz fliessen zukünftig wesentliche Teile aus dem Verkauf des «Tagebuch der Anne Frank» oder anderen Einnahmen an UNICEF.

Ein Kind schreibt über den Krieg

Das «Tagebuch der Anne Frank» ist eines der wichtigsten historischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts und gehört zum  UNESCO Weltdokumentenerbe. Anne Frank beschreibt darin unter anderem, wie sie als Kind jüdischer Herkunft den Zweiten Weltkrieg erlebt. Als Folge eines Verrats wird Franks Familie deportiert und Anne stirbt nur wenige Tage vor Kriegsende. Weit über 1,5 Millionen jüdische und nicht jüdische Kinder wurden während des Holocaust getötet.
«Die eindrücklichen Worte des Mädchens sind aktueller denn je: Sie stehen für eine Vielzahl von Verbrechen gegen Kinder –  den verletzlichsten Menschen in unserer Gesellschaft, für die sich auch UNICEF weltweit stark macht», sagt Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz. «Stark verbindendes Element unserer Partnerschaft ist das beidseitige Bemühen, auf die zentralen Rechte der Kinder aufmerksam zu machen.»

Bildung, Nothilfe und Kinderrechte

Bis heute sind Millionen Kinder weltweit Opfer von kriegerischen Konflikten. Im Krieg und auf der Flucht werden sie verletzt oder getötet, von ihren Familien getrennt und werden Zeugen von Gewalt. Für viele rückt ein Schulbesuch in weite Ferne. Dabei ist Bildung der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung eines Kindes wie auch zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung eines gesamten Landes. UNICEF Schweiz und der Anne Frank Fonds Basel möchten durch die Zusammenarbeit Not lindern, Bildungsinitiativen unterstützen und zugleich das Bewusstsein für die Kinderrechte nachhaltig fördern. Buddy Elias, Präsident des Anne Frank Fonds meint dazu: «Hilfe für Kinder und Jugendliche in Not sowie deren humanistische Bildung gehören zu den zentralen Projekten des Anne Frank Fonds Basel. Die Kooperation mit UNICEF wird diesen Anliegen noch zusätzlich Raum verschaffen und gerade in Krisengebieten Leid lindern.»

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat über 60 Jahre Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich ein, dass Kinder überleben und eine wohlbehaltene Kindheit erhalten. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Wasser und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und AIDS. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge und wird in der Schweiz durch das Schweizerische Komitee für UNICEF vertreten. Seit mehr als 50 Jahren setzt sich UNICEF Schweiz für Kinder ein – im Ausland wie im Inland.

Der Anne Frank Fonds Basel ist eine Stiftung nach Schweizer Recht unter Aufsicht der Eid­genössischen Stiftungsaufsicht. Alle Einnahmen aus Buch- und anderen Verkäufen werden karitativen Zwecken oder edukativen Projekten im Bereich Anne Frank und Aufklärung gegen Dis­kriminierung zugeführt. Der Anne Frank Fonds wurde von Otto Frank gegründet und ist die einzige von Otto Frank le­gitimierte Organisation, Universalerbe und Rechteinhaber aller Werke der Familie, so auch von Anne Franks Tagebuch, das sie im holländischen Versteck während des Zweiten Weltkrieges ge­schrieben hat.

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