14.05.2014

Standing Ovations für «Anne» in Amsterdam

Anne träumt: Sie ist in Paris, der Krieg ist vorbei, sie lacht. Anne Frank lebt. Dann erzählt sie ihre Geschichte. Es ist die Geschichte, die weltweit Millionen Menschen berührt hat. Mit dieser fiktiven Szene beginnt die viel diskutierte Bühnenfassung des Tagebuchs von Anne Frank, dass unter dem Titel «Anne» am 8. Mai in Amsterdam uraufgeführt wurde. Es zeichnet das Leben des jüdischen Mädchens nach, das kurz vor seinem 16. Geburtstag und der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen starb.

Die Autoren des Stücks, Leon de Winter und Jessica Durlacher, schildern in sehr intimen Szenen den Alltag im Hinterhaus – mit den Worten Annes. Dem Autorenpaar standen erstmals alle Tagebücher von Anne und auch das Archiv ihres Vaters Otto zur Verfügung.

Die Premiere fand im eigens dafür erbauten Theater im Amsterdamer Hafen statt. Regisseur Theu Boermans liess dazu die Welt von Anne neu errichten. Wohnhaus, Bürogebäude und Versteck der Franks sind originalgetreu in leicht verkleinertem Massstab nachgebildet. Flankiert wird die Bühne von zwei Leinwänden, die handschriftliche Tagebuchpassagen oder u.a. historische Filmaufnahmen zeigen – eine aufwändige Inszenierung mit enormem Multimedia-Einsatz.

Das Stück richtet sich klar an eine jugendliche Zielgruppe. Denn – so Produzent Robin de Levita, es sei die erste Generation, die nicht mehr mit Überlebenden konfrontiert sein wird.

Das Premierenpublikum honorierte die langjährige Arbeit und die Umsetzung eines Themas, das viel Fingerspitzengefühl bedarf, mit frenetischem Applaus und Standing Ovations. Zugegen waren am Premierenabend sowohl der Niederländische König Willem-Alexander als auch Buddy Elias, Präsident des Anne Frank Fonds und Cousin von Anne Frank.

Quellen: «tachles»  / «Die Welt»

 www.theateramsterdam.nl

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PRESSESPIEGEL

"Kraftvoll! Phänomenal! Genau richtig!" (tagesschau.de)
Das Publikum im ausverkauften, neuen Theater in Amsterdam ist begeistert. Die Weltpremiere des zuvor viel diskutierten Stücks "Anne" hat überzeugt, beeindruckt und eine bislang unbekannte Seite von Anne Frank gezeigt, die mit 15 Jahren Opfer des Holocaust wurde. WEITERLESEN

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