17.11.2014

Diskussion um Copyrights

In den letzten Monaten sind von verschiedenen Akteuren immer wieder, trotz zugänglicher Fakten, vorsätzlich falsche Informationen zur Frage des Copyrights der Tagebücher von Anne Frank verbreitetet worden, ohne dass mit dem Universalerben und Inhaber der Rechte am Werk der Familie Frank Kontakt aufgenommen wurde.

Universalerbe und Repräsentant von Familie und Werk Anne Frank ist der Anne Frank Fonds. Er wurde 1963 von Otto Frank gegründet. Es ist die einzige Anne-Frank-Organisation, die der Vater von Anne Frank gegründet und initiiert sowie als Universalerbe (Rechte an Fotos und Texten, Dokumenten, Persönlichkeitsrechten etc.) eingesetzt hat. Otto Frank war der einzige Überlebende der 1945 in der Schoah vernichteten Familie. Er hat die Organisation mit der Verpflichtung ausgestattet, die Tagebücher seiner Tochter Anne Frank zu verbreiten, das Erbe der Familie zu verwalten, die Familie zu repräsentieren sowie Einnahmen aus Lizenzen karitativen oder edukativen Zwecken zuzuführen.

Der Anne Frank Fonds lizenziert die Publikation der Tagebücher und ebenso die Dramatisierung des Werkes von Anne Frank mit Blick auf deren Verbreitung. Er ist der Herausgeber des Tagebuchs, zusammen mit seinen Verlagspartnern in den jeweiligen Territorien. Im Jahr 2012 hat er das Familie Frank Zentrum in Frankfurt gegründet, wo die Archive aus 400 Jahren Frankfurter, Basler und Amsterdamer Familiengeschichte in einer Kooperation mit der Stadt Frankfurt und dem Jüdischen Museum Frankfurt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Anne Frank Fonds ist eine gemeinnützige Organisation mit einem Büro von drei Angestellten. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich. Kosten für Projekte werden in der Regel ausgelagert. Die Stiftung steht unter Aufsicht der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Die wichtigsten Fakten zur Frage der Copyrights finden sich hier

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